DIE BAUBIOLOGEN HAMBURG
HAMANN & MUTSCHELKNAUS GBR
Innenraumschadstoffe - Die Baubiologen Hamburg
INNENRAUMSCHADSTOFFE

Schadstoffe (Wohngifte) in Innenräumen – ein zunehmendes Problem

Da wir bis zu 90 % des Tages mittlerweile in geschlossenen Räumen verbringen, hat die Innenraumqualität eine besondere Bedeutung. Doch der Einsatz chemischer Stoffe, die in Baumaterialien, technischen Geräten und Wohnraumgegenständen enthalten sind, führt dazu, dass die Innenraumluft - belastet mit Schadstoffen - meist schlechtere Qualität als die Außenluft hat. So werden lackierte Einbaumöbel in der Kita, der verklebte Industrieteppichboden im Büro, aber auch behandelte Fußböden und Wandfarben manchmal ein ernsthaftes Problem. Aber auch Spanplattenverkleidungen im Dachboden, die freigelegte Holzbalkendecke im Flur und die vielen Plastikspielzeuge im Kinderzimmer spielen bei Schadstoffen (Wohngiften) in Innenräumen eine Rolle.

Besonders wenn nach Neubaubezug, Wohnungsrenovierungen und Altbausanierungen oder Möbelkauf und Immobilienerwerb (Stichwort: Fertighaus) erste Krankheitssymptome auftreten, dann sollten Sie immer aufhorchen!

Als Sachverständige und Gutachter für Schadstoffe (Wohngifte) in Innenräumen helfen wir Ihnen mit DIN-gerechter Umweltanalytik nach definierten VDI- und ISO-Standards über Luft-, Staub-, oder Materialanalysen herauszufinden, ob sich in Ihree Wohnung, Ihrem Haus oder Arbeitsräumen schädliche Konzentrationen von Schadstoffen (Wohngiften) befinden und was dann zu tun ist.

Da jeder Fall einzigartig ist, wenden Sie sich bitte direkt an uns. Schildern Sie uns Ihre spezielle Situation und Ihr Anliegen. Wir können dann die Kosten für Sie einschätzen und Ihnen ein Angebot zuschicken.

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Leicht- bis mittelflüchtige gasförmige Schadstoffe (VOC)

Meist gasen die leichtflüchtigen Schadstoffe bereits werkseitig oder in wenigen Tagen bis Wochen nach Verarbeitung aus und können durch ausreichende Lüftung aus den Innenräumen entfernt werden. Bei Holzwerkstoffplatten kann es aber auch nach Jahrzehnten noch nachweisbare Formaldehydausgasung geben. Auch Terpene können noch Jahre aus damit behandelten Holzoberflächen ausgasen.

Häufigste Innenraumquelle von VOC sind Lösemittel. Besonders nach Renovierungen und im Neubau können erhebliche Konzentrationen dieser Schadstoffe (Wohngifte) in der Raumluft nachgewiesen werden. Aromatische Verbindungen wie Benzol kamen früher in Farben, Lacken, Verdünnern und Klebstoffen vor. Heute findet man Alkane und Toluol in vielen solcher Produkte. Ein weit verbreitetes Aromat ist Styrol, das in Dämmungen aus Polystyrol vorkommt. Aldehydkonzentrationen finden sich in vielen Innenräumen. Das bekannte Formaldehyd gehört dabei zu den sog. VVOC und ist Bestandteil von Bindemitteln und Konservierungsmitteln. Eine zunehmende Bedeutung haben aber die höheren Aldehyde. Sie werden als Abbauprodukt geruchlich wahrgenommen, wenn sie sich thermisch zersetzen. Sie sind u.a. Bestandteil von vielen geölten Holzprodukten oder Linoleum.

Weitere Stoffgruppen sind Alkohole, die Reinigungsmitteln und Desinfektionsmitteln beigemengt werden, Ester und zuweilen halogenierte organische Verbindungen. Ein neuzeitliches Problem sind Isocyanate. Diese werden anstelle von Formaldehydharzen zunehmend in Holzwerkstoffplatten eingesetzt und sind nicht nur im Brandfall besonders bedenklich. Als Härter werden sie Epoxidharzen zugefügt. Epoxidharze finden sich u.a. in Fugenmörtel, Abdichtungsmassen und Schnellestrichsystemen und beinhalten auch Weichmacher und Bisphenol A. Im ökologischen Innenausbau sind aber auch natürliche Lösemittel wie Terpene sowie Alkydharze und Isoaliphate zu benennen, die in Ökolacken und Holzölen vorkommen.

Gesundheitliche Aspekte

Typische Symptome, die im Zusammenhang mit leichtflüchtigen Schadstoffen auftreten sind:
  • Anhaltender Husten (Bronchitis)
  • Asthmatische Symptome
  • Darm- und Magenanfälligkeiten
  • Hauteffekte (z.B. Neurodermitis)
  • Chronische Kopfschmerzen (Migräne)
  • Schleimhautreizungen (z.B. gerötete Augen)
  • Ständige Müdigkeit und Konzentrationsschwäche

Lösemittel sind inzwischen im Haushalt allgegenwärtig. Lösemittel haben nervenschädigende Wirkung, können aber auch Störungen im Magen-Darm-Trakt sowie allergische Reaktionen verursachen. In schlimmen Fällen sind sie kanzerogen und führen zu Leberschäden. Typische Symptome einer erhöhten Formaldehydkonzentration sind Reizungen der Augen und Atemwege. Hohe Konzentrationen von natürlichen Terpenen verursachen häufig Kopfschmerzen.

Unsere Leistungen

Häufig ist bei Verdacht auf Gebäudeschadstoffe die Quelle nicht offensichtlich, da viele Baustoffe und Materialien infrage kommen können. Daher sind in den meisten Fällen Laboruntersuchungen notwendig. Leicht- und schwerflüchtige Schadstoffe lassen sich durch Luft- und Staubanalysen feststellen. Konkrete verdächtige Materialien können auch durch Materialanalysen untersucht werden.

Die Luft- und Staubprobenahmen werden nach definierten DIN- und ISO-Standards von uns durchgeführt und von einem akkreditierten Labor untersucht. Als Sachverständige und Gutachter für Schadstoffe (Wohngifte) in Innenräumen arbeiten wir bei solchen Untersuchungen immer in sehr enger Absprache mit unserem chemischen Labor zusammen. So können wir die gefundenen Ergebnisse bestmöglich einordnen und bei der Quellenortung und Sanierung Hilfestellung leisten.

Leistungsangebot:
  • Ausführliche Fallaufnahme mit Erstgespräch und Fragebogen
  • Schadensbegutachtung vor Ort
  • Beurteilung von Altbauten bzgl. chemischer Belastung z.B. bei Fertighäusern aus den 1960er- und 1970er Jahren
  • Messung der Raumluftkonzentrationen (TVOC-Bestimmung), auch zur Freimessung in Neubauten
  • Messung der schwerflüchtigen Schadstoffe im Staub oder aus der Luft
  • Quellenidentifizierung durch Materialanalysen
  • Erstellen von Sanierungskonzepten
  • schriftlicher Bericht / Sachverständigengutachten
  • Überprüfung von Sanierungs- oder Rückbaumaßnahmen
  • Baubiologische Bewertung unter Berücksichtigung gesundheitlicher Aspekte
  • Empfehlung von zertifizierten Sanierungsfirmen und weiterführenden Bausachverständigen
  • Leihgeräte Raumluftreiniger
  • Beratung zu baubiologischen Sanierungsbaustoffen für die Wohngesundheit

Schwerflüchtige Schadstoffe (SVOC)

Die schwerflüchtigen organischen Verbindungen sedimentieren in der Luft an Oberflächen und Staubpartikeln und können langfristig die Innenraumluft belasten.

Häufige Schadstoffquellen von SVOC sind Biozode, wie Insektizide, Pestizide, Fungizide oder Herbizide. Sie wurden in den 1960 und 1970er Jahren häufig als Holzschutzmittel z.B. von Holzverkleidungen eingesetzt. Als Insekten-, oder Mottenschutzmittel findet man sie in textilen Materialien, wie z.B. Teppichen und Sitzmöbeln aber auch Rattan- und Holzmöbeln aus Fernost. Biozide Stoffe werden zunehmend in Dichtungsmassen und Anstrichfarben als Schimmelschutz verwendet. Bekannteste Biozide sind PCP, Lindan, Pyrethoride, Permethrin, PCB, DDT oder Dioxine. Permethrin kann als Mottenschutzmittel in Wollprodukten vorkommen.

PCB (Polychlorierte Biphenyle) dürfen seit 1989 in Deutschland nicht mehr eingesetzt werden. Problemfälle können noch öffentliche Gebäude aus den 1960 und 1970er Jahren sein, wo PCB-haltige Fugendichtungsmassen, flammhemmende Anstrichstoffe und Holzfaser-Deckenplatten eingebracht wurden. PCP (Pentachlorphenol) und Lindan ist auch heute noch in Fertighäusern, die bis in die 1970er Jahre errichtet wurden, nachweisbar. Dabei wurden Holzwerkstoffplatten („Spanplatten“), Fenster und Außentüren, Dämmstoffe in den Wänden, aber auch Fußböden und Holzverkleidungen mit diesen Holzschutzmitteln behandelt. Die Herstellung von PCP wurde 1989 verboten, Lindan darf heute noch als Insektizid in der Land- und Forstwirtschaft eingesetzt werden. In diesen Häusern finden sich im übrigen auch heute noch hohe Formaldehydkonzentrationen.

Problematisch sind Chlornaphtaline, die bis in die 1970er Jahre als Fungizid verleimten Fußbodenplatten oder Wand- und Deckenplatten zugesetzt wurden. Sie sind durch das enthaltene Naphtalin geruchlich auffällig und werden als typischer „Fertighausgeruch“ bezeichnet. Naphtalin findet sich auch in PAKs (Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe). Quellen sind teerhaltige Kleber, die in älteren Parkettböden vorkommen und andere teerbasierte Produkte wie z.B. Bitumenkorkfilz auf Estrich. Flammschutzmittel kommen nicht nur in Holz- und Kunststoffwerkstoffen vor, sie werden auch künstlichen und natürlichen Dämmstoffen, Schaumstoffen in Matratzen sowie Weich- und Hartkunststoff beigemengt. Sie enthalten u.a. bromhaltige Verbindungen, die im Brandfall Dioxine und Furane freisetzen können. Bodenbelagskleber und Wandfarben können Weichmacher enthalten. Ausgangsbasis dabei sind Phthalate, die allen Kunststoffen zur Weichmachung beigemengt werden.

Gesundheitliche Aspekte

Typische Symptome, die im Zusammenhang mit schwerflüchtigen Schadstoffen auftreten sind:
  • Asthmatische Symptome
  • Darm- und Magenanfälligkeiten
  • Hauteffekte (z.B. Neurodermitis)
  • Muskel- und Gelenkschmerzen
  • Hormonstörungen
  • Ständige Müdigkeit und Konzentrationsschwäche
  • Nervosität und Gereiztheit bis hin zu Verwirrtheit

Alle Biozide schädigen die Nervenzellen, das ist ihre Wirkungsweise. Lindan und PCP können sich im Fettgewebe anreichern und waren aus dem Grund geeignet für fetthaltige Schurwolle. Wie alle chlorierten Kohlenwasserstoffe gelangen diese auch in die Muttermilch. Von Weichmachern und Phtalaten ist inzwischen bekannt, dass sie u.a. Auswirkungen auf das hormonelle System haben. Phtalate und Weichmacher haben sich mittlerweile in der gesamten Umweltkette angereichert.

Unsere Leistungen

Unser Leistungsangebot zu Schadstoffen in Innenräumen finden Sie hier.

Asbestpartikel und künstliche Mineralfasern (KMF)

Asbestfasern gelangen durch Abrieb in die Innenraumluft. Bei Asbesthaltigen Produkten sind die Fasern i.d.R. im Material gebunden. Durch mechanische Bearbeitung und Verwitterung können die Fasern allerdings freigesetzt werden. Bis in die 1970er Jahre war Spritzasbest ein häufiges Brand-, Wärme- und Schallschutzmaterial. Verwendung fand Asbest z.B. bei Brandschutzklappen, Dachpappen, Heizverkleidungen, Fensterkitt, Asbestzementplatten, Elektrogeräten und Nachtspeicherheizungen. Asbesthaltige Produkte und Baumaterialien sind heute eher ein „aussterbendes“ Problem. In den Vordergrund treten dafür die künstlichen Mineralfasern, die vorrangig als Dämmmaterial für Schall- und Wärmeschutz in den meisten Gebäuden eingebaut sind. Ältere Produkte aus künstlichen Mineralfasern sind aufgrund ihrer Faserart-, Struktur- sowie Größe biologisch kritisch zu bewerten. Bedenklich sind Akustikdeckenplatten, die raumseitig offen evt. Fasern freisetzen können und Dachböden, wo sich Mineralwolle in die Raumluft löst.

Gesundheitliche Aspekte

Typische Symptome, die im Zusammenhang mit leichtflüchtigen Schadstoffen auftreten sind:
  • Hauteffekte (z.B. Neurodermitis)
  • Asthmatische Symptome
  • Hauteffekte (z.B. Neurodermitis)
  • Schleimhautreizungen (z.B. gerötete Augen)

Asbestfasern haben anerkanntermaßen eine krebserzeugende Wirkung. Die sog. Asbetose ist eine Berufskrankheit, die mit Lungenvernarbung und anschließendem Herzversagen einhergehen kann. Kritisch ist dabei die Faserlänge. Auch Künstliche Mineralfasern werden wegen ihrer, wenn auch geringeren Fasergröße, als krebserregend eingestuft. Die sogenannte Biobeständigkeit im Köper wurde von vielen Produkten daher heute so herabgesetzt, dass diese nicht mehr als kanzerogen eingestuft werden (sog. KI40-Produkte).

Unsere Leistungen

Unser Leistungsangebot zu Schadstoffen in Innenräumen finden Sie hier.

Schwermetalle

Schwermetalle können über Trinkwasserleitungen in den menschlichen Organismus gelangen. Das Problem von Bleileitungen hat sich in den meisten Gebäuden inzwischen erledigt, es kann jedoch beim teilweisen Austausch von defekten Bleileitungen in heute übliche Materialien wie Kupfer und Zink an den Übergangsstellen zur chemischen Freisetzung von Metallionen im Trinkwasser kommen. In neu errichteten Gebäuden oder Leitungsverläufen kann es in den ersten Monaten zur vermehrten Freisetzung von Kupfer kommen.

In älteren Gebäuden können Schwermetalle noch in verbauten Materialien, Kunststoffen, Holzschutzmitteln, Farben oder Glasuren nachweisbar sein. Quecksilber gerät zunehmend über den Gebrauch von Energiesparlampen in unsere Haushalte. Inzwischen gibt es zumeist bruchsichere Lampen, die nicht-bruchfesten vorgezogen werden sollten.

Unsere Leistungen

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